Die Weitsichtigkeit



Neben der Kurzsichtigkeit, unter der durchschnittlich jeder vierte Mensch in Deutschland leidet, ist auch die Weitsichtigkeit eine häufig auftretende Fehlsichtigkeit der Augen. Sie ist zum Teil erblich bedingt oder geht aus einer Linsenfehlstellung hervor, aber auch ein gestörtes Wachstum des Augapfels ist eine häufige Ursache für  eine Weitsichtigkeit.

Bei einem Menschen mit einer idealen Sehfähigkeit werden einfallende Lichtstrahlen bei zirka 24 Millimetern vereinigt und ermöglichen so ein scharfes Sehen sowohl in der Ferne, als auch in der Nähe. Dieser Punkt des scharfen Sehens befindet sich bei weitsichtigen Menschen weit unter diesem Wert, weil der Augapfel zu kurz ist. Objekte in der Ferne können zwar gut wahrgenommen werden, ein scharfes Sehen in der Nähe ist jedoch nicht möglich, weil das Licht aufgrund des zu kurzen Augapfels nur schlecht gebündelt werden kann. Da der Innendruck der Augen bei weitsichtigen Menschen sehr hoch ist und das Risiko einer Entwicklung des Grünen Stars höher ist, als bei einer Kurzsichtigkeit, ist eine regelmäßige Kontrolle beim Augenarzt zu empfehlen. Dieser kann den Innendruck reduzieren, indem er Augenwasser ablässt.

Symptome von Weitsichtigkeit



Schon kleine Kinder können von einer Weitsichtigkeit betroffen sein, wobei es relativ selten in sehr jungen Jahren diagnostiziert wird. Dabei ist es sehr wichtig, das Problem frühzeitig zu erkennen, denn es können bei Nichtbehandlung Folgeschäden, wie zum Beispiel ein Einwärtsschielen, auftreten. Weitsichtige Menschen beanspruchen ihre Augen fast dreimal so viel, wie Normalsehende. Sie werden zusammengekniffen, geblinzelt oder ein Auge komplett geschlossen, um mit dem anderen eine bestmögliche Sicht zu erzielen. Diese Über- und Dauerbeanspruchung der Augen verursachen über einen längeren Zeitraum Kopfschmerzen, Schwindel durch Weitsichtigkeit und ein Brennen der Augen, was durch exzessives Reiben wiederum zu einer Entzündung führen kann. Weitsichtige Menschen, die gegen ihren Sehfehler nichts unternehmen, wirken sehr müde und haben mitunter einen so genannten Schlafzimmerblick. Neben der Tatsache, dass eine unbehandelte Weitsichtigkeit auf Dauer die Gesundheit gefährden kann, schränkt sie vor allem im Alltag enorm ein. Eine Sehhilfe oder gar ein operativer Eingriff sind daher nicht nur zu empfehlen, sondern manchmal sogar notwendig, um das körperliche und psychische Wohlergehen des Betroffenen zu verbessern.

Brille bei Weitsichtigkeit



Die Brille ist wohl noch immer die am häufigsten und am liebsten verwendete Sehhilfe weltweit, obwohl es mittlerweile viele Alternativen gibt. So bevorzugen einige Menschen mit einer Weitsichtigkeit Kontaktlinsen,
Weitsichtigkeit
andere scheuen keine Kosten und unterziehen sich einer Augenoperation, die eine Fehlsichtigkeit der Augen heutzutage fast perfekt korrigieren kann. Über die Hälfte aller Menschen, die weitsichtig sind, tragen eine Brille oder sind zumindest in Besitz einer solchen. Bei Weitsichtigkeit werden einfallende Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut gebündelt, weshalb in diesem Fall bikonvexe Brillengläser verwendet werden, die den Brennpunkt direkt auf die Netzhaut verschieben. Man spricht auch von so genannten Sammellinsen. Bei Menschen mit starker Weitsichtigkeit kommt es häufig vor, dass die Augen hinter den Brillengläsern besonders groß erscheinen und die Brille an sich sehr klobig und schwer wirkt. Mittlerweile gibt es jedoch spezielle Gläser, mit denen dieses oft unschöne Problem behoben werden kann.

Bis zum Jugendalter sind die Augen in der Lage sich zu akkommodieren, das heißt, sie können sich der Umwelt gut anpassen, weshalb eine leichte Weitsichtigkeit bis zu einem gewissen Alter noch ausgeglichen werden kann. Der Ziliarmuskel im Auge, der für diese Anpassung verantwortlich ist, gewöhnt sich jedoch auch schnell an diese Akkommodation, weshalb eine Weitsichtigkeit mitunter erst sehr spät erkannt wird. Mit einer Brille kann sie dann zwar problemlos korrigiert werden, jedoch nicht vollständig, weil der Ziliarmuskel erst wieder entspannen muss. Eine Weitsichtigkeit wird, wie auch eine Kurzsichtigkeit, durch den Optiker oder Augenarzt durch eine Refraktionsbestimmung diagnostiziert. Beim Optiker hat man die Möglichkeit, sich vor Ort direkt für ein passendes Brillengestell zu entscheiden, sich beraten und es anpassen zu lassen. 



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